Weight Painting in Blender hat aus einem neuen Oberteil eine unerwartet große Baustelle gemacht. Für mein Browsergame wollte ich ein weiteres Kleidungsstück zum Freischalten vorbereiten. Doch sobald sich die Figur bewegte, verzog sich die Kleidung. Aus dem kleinen Outfit-Update wurde deshalb eine längere Fehlersuche.
Ein Rückblick auf den Entwicklungsstand aus dem Short vom 31. Juli 2026.
Ein neues Oberteil muss auch Bewegung mitmachen
Das Ziel war einfach: ein neues Oberteil, das sich später im Spiel kostenlos freischalten lässt. Allerdings reicht es dafür nicht, dass die Kleidung in einer ruhigen Pose gut aussieht. Sie muss auch dann passen, wenn sich der Charakter bewegt.
Genau dabei fiel das Problem auf. Das Oberteil wurde bei der Bewegung stark verzogen. Damit war klar: Bevor weitere Kleidungsstücke dazukommen, muss dieses eine zuverlässig mit der Figur mitgehen.
Was Weight Painting damit zu tun hat
Beim Weight Painting werden Gewichte verteilt. Bei einer animierten Figur legen sie fest, wie stark einzelne Bereiche des Modells den Bewegungen des Skeletts folgen. So kann sich auch Kleidung mit dem Charakter verformen.
In meinem Versuch passte diese Verteilung zunächst nicht gut genug. Deshalb war ein Oberteil, das unbewegt noch brauchbar aussah, in Bewegung plötzlich ein Problem. Die entscheidende Prüfung war also die Animation.
Der Umweg über ein vorhandenes Oberteil
Zunächst habe ich versucht, das neue Oberteil passend hinzubekommen. Auch mit Unterstützung durch ChatGPT gelang das jedoch nicht auf Anhieb. Nach mehreren Versuchen habe ich deshalb Teile des Modells noch einmal getrennt.
Anschließend nahm ich die Ärmel aus dem neuen Oberteil heraus. Von einem vorhandenen Oberteil, bei dem es bereits einigermaßen funktionierte, verwendete ich die Ärmel weiter. Danach kombinierte ich die Teile neu.
Dadurch entstand ein deutlich brauchbareres Ergebnis. Ganz zufrieden war ich trotzdem noch nicht: Die Verformung sollte schließlich auch im Spiel stimmen.
ChatGPT und Blender MCP helfen beim letzten Schritt
Für die abschließende Prüfung habe ich ChatGPT noch einmal gebeten, die Verteilung der Gewichte anzusehen. Mit Blender MCP haben wir sie schließlich so hinbekommen, dass die Kleidung im Spiel passend aussah.
Der Weg dorthin bestand also aus mehreren Anläufen: neu modellieren, vorhandene Teile weiterverwenden und die Gewichte erneut prüfen. Die Unterstützung durch KI hat geholfen. Trotzdem brauchte es die Kontrolle am bewegten Charakter und den Umweg über ein bereits brauchbares Kleidungsstück.
Was ich aus diesem Versuch mitnehme
Für mich zeigt dieser Entwicklungsstand vor allem, wie viel Arbeit in einem einzelnen Outfit stecken kann. Ein kleines zusätzliches Oberteil wird schnell zur eigenen Baustelle, sobald Animation dazukommt. Deshalb lohnt es sich, die Bewegung früh zu prüfen.
Im Short war das Oberteil schließlich so weit, dass es im Spiel richtig aussah. Weitere freischaltbare Kleidungsstücke waren damals für das nächste Update geplant. Ein konkreter Veröffentlichungstermin wurde im Video nicht genannt.
Den aktuellen Browser-Prototyp Undies vs Undead kannst du kostenlos ausprobieren. Wenn du mehr über die Idee hinter dem Spiel erfahren möchtest, findest du sie im Beitrag Fake-Ad-Spiel nachgebaut – fair und kostenlos.
Welches Kleidungsstück würdest du als Nächstes gern im Spiel sehen? Schreib deine Idee in die Kommentare.